"Startklar“ erhält den ersten Ulrich Geldmacher Preis

Der zweite Bürgerball der Bürgerstiftung Dormagen stand ganz im Zeichen des Projektes „startklar – für die Sekundarstufe I“. Das ehrenamtlich tätige Team erhielt den ersten Ulrich Geldmacher Preis.

In dem Sommerferien 2009 nahm das Projekt seine Arbeit auf. Damals konnte der Stiftungsvorstand Erich Esser für die Projektleitung begeistern. Der ehemalige Leiter der Rheinfelder Grundschule steckte hunderte ehrenamtlicher Stunden in das Projekt. Er sprach ehemalige Kollegen und Kolleginnen an, verhandelte mit Schulleitungen und Klassenlehrern. Nach kurzer Zeit konnten fünf qualifizierte Lehrerrinnen zur Mitarbeit gewonnen werden. Sie betreuen Grundschulkinder mit Migrationshintergrund, die aufgrund sprachlicher Probleme ihr hohes begabungspotential nicht entfalten konnten.

 

„Alle unsere Kinder haben bereits nach dieser kurzen Zeit eine Empfehlung für eine Real- , Gesamtschule oder das Gymnasium erhalten,“ konnte Erich Esser der Stiftung berichten. Und gleichzeitig entwickelte sich das Team weiter. „Zur Zeit arbeiten 19 Förderer ehrenamtlich mit“, so Esser. „Gleichzeitig haben wir beschlossen, das Projekt auch für einzelne, benachteiligte deutsche Schüler zu öffnen.“

 

Dr. Wolfgang Hildebrandt, ehemaliger Chef der Kreisschulbehörde und seit der Jugend mit dem verstorbenen Ulrich Geldmacher eng befreundet, hielt die Laudatio zur Preisverleihung. „Ulrich war ein Investmentbanker, der beruflich und privat immer auf eine nachhaltige, soziale Ausrichtung seiner Arbeit achtete,“ so Hildebrandt. „Ihm lagen besonders die Bildungschancen von Kindern am Herzen.“ Auch seine Witwe, die extra aus den USA angereist war, lobte die Arbeit des startklar-Teams: „ Wir selbst waren in den meisten Zeiten unseres Lebens selbst Migranten, in England, in den USA auch in Asien. Deshalb können wir diese Probleme auch ganz anders nachvollziehen.“

 

Liliana Geldmacher überreichte den „Ulrich Geldmacher Preis“ an Barbara Hoffman. Diese, selbst pensionierte Grundschullehrerin, vertrat das startklar-Team. „Der mit 500 Euro dotierte Preis ist vor allem ein ideeller Beweis unserer Wertschätzung für ihre Arbeit, denn hunderte von Unterrichtsstunden kann die Stiftung nicht finanziell aufwiegen“, sagte Stiftungsvorstand Pankalla.

 

Barbara Hoffman bedankte sich im Namen der Projektteilnehmer und berichtete lebendig aus ihren eigenen Erfahrungen. „Wichtig ist es, eine persönliche Beziehung herzustellen.“ Ihr selbst war dies gelungen, als Sie ihrem Schüler über ihre eigenen Reiseerfahrungen in seinem Mutterland berichtet. „Da war das Eis gebrochen und die Arbeit machte uns beiden viel Freude“, so Barbara Hoffmann. Der anschließende Tanzball ging bis spät in die Nacht. Er erbrachte nach ersten Schätzungen von Finanzvorstand Jürgen Peters rund 1500 Euro Überschuss: „Diese Summe wird dem startklar-Projekt für Unterrichtsmaterial und Sachkosten zufließen. „